Kategorie: Risikoschwangerschaft

Als Risikoschwangerschaft bezeichnet man eine Schwangerschaft, wenn es ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und/oder eine Indikation für engmaschigere Untersuchungen gibt, die den Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen übersteigen. Als Komplikationen bezeichnet man, neben weiteren, vorzeitige Wehen, Blutungen, eine Fehl- oder Frühgeburtsneigung.

Faktoren, die auf eine risikobehaftete Schwangerschaft hinweisen können, sind

  • es bereits Komplikationen gibt
  • es in einer vorangegangenen Schwangerschaft zu Komplikationen kam
  • eine Erkrankung, ein Chromosomendefekt oder ein Gendefekt bei einem Elternteil vorliegt, der ursächlich für eine Risikoschwangerschaft sein kann
  • es in einer (oder mehreren) vorangegangenen Schwangerschaften zu einer Fehlgeburt, Frühgeburt oder Totgeburt kam
  • wenn in einer (oder mehreren) vorherigen Schwangerschaft(en) ein Kaiserschnitt (Sectio) vorgenommen musste und
    • es hierbei zu Komplikationen kam
  • wenn Grunderkrankungen bei der Mutter vorliegen (Diabetes, Faktor-V-Leiden), die Komplikationen auslösen können

In diesen und ähnlichen Fällen hat man Anspruch Untersuchungen, die über die Regelversorgung der Krankenkasse hinausgehen – die Schwangerschaft wird engmaschiger kontrolliert. Eine Risikoschwangerschaft kann auch ein Indikator für einen notwendigen Kaiserschnitt sein.

Risikoschwangerschatf 1

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